Riso Ritmico

riso ritmico, 2017
video_Johanna Gschwend, Moritz Hossli
sound_Jonathan Ruf
Videoinstallation, Full HD, 16:9, stereo, 6’30’’
zum Video
 
 
Durch die Linse der Kamera haben Moritz Hossli und Johanna Gschwend den Prozess der Ernte in Monticello (IT) beobachtet. Weite Landschaften und das Geräusch der sich bewegenden Maschinen. Keine Stimmen, keine Schneidwerkzeuge – nur ein summendes Geräusch auf einem sich leerenden Reisfeld. Vor nicht allzu langer Zeit hatte der Reisanbau eigene Rituale, die das kulturelle und soziale Leben der Region prägte. Die „Mondine“ Frauen bewirtschafteten die Felder auf traditionelle Art und Weise und belebten den Ort. Inzwischen gehören diese Rituale nicht mehr zum Arbeiterleben. Die Arbeiterinnen sind kein fester Bestandteil dieser Landschaft mehr. Geprägt vom Rhythmus der Maschine, den mechanischen Prozessen werden die Felder heute wie von selbst bewirtschaftet. Die Prozesse bleiben verborgen. Die Arbeit riso ritmico handelt von einer Generation, die in ihrer umgebenden Landschaft ihren Halt verloren hat. Das Video ist ein visuelles Essay über die abstrakte Ästhetik dieser Monokulturlandschaft  und eine Reflexion über die zeitgenössische Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.
 
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